Mittwoch, 19. Juni 2013

Ausklang



 

Nach der Hitze Blumen gießen,
rote, gelbe, weiß und blau.
Ich genieße diesen Abend.
Samten ist die Luft und lau.
Bei dem Stein die Ackerwinden,
wollt' ich's, würd' ich schön sie finden.

Katze lässt die Amsel tackern.
Zarter Wind die Kerze flackern.
Mücken tanzen einen Reigen.
Langsam sich die Sterne zeigen.
Bläulich-weiß strahlt eine Kugel
aufgetankt vom Sonnenlicht,
liegt verwunschen zwischen Salbei,
Lorbeer und Vergissmeinnicht.

Liebe kleine Ackerwinden,
ich beschließ, euch schön zu finden.
Motten tanzen um das Licht.
Nur der Mond zeigt sich noch nicht ...
Mit  diesen wundervollen Dingen,
lass ich heut den Tag ausklingen.

©bmh - 7/2007

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zwischen Nacht und Tag



... fragil erscheint das Gleichgewicht

fast unbemerkt am Tagessaum,
verdecken Wolken noch die Sicht -

hörst du den ersten Vogel,
der den Tagesanfang zelebriert,
der seine Stimme hebt und jubelnd
damit andre Vögel inspiriert?
Noch ruhen zwischen Tag und Nacht
im Dämmer die Gemeinsamkeiten,
als wartete ein jeder noch,
sich in den Morgen hin zu weiten.


©bmh, 6/2013

Donnerstag, 30. Mai 2013

Worte sind lebendig

Worte sind lebendig.

Dem unsanften Griff
entziehen sie sich.
 
Du glaubst noch immer,
du wähltest sie.

Sie wählen dich.

Warte, bis sie dich ergreifen -
du von ihnen ergriffen wirst.

©bmh

Freitag, 24. Mai 2013

Überfluss



Überfluss

Überfluss

Das Wollen aufgegeben
erklingt
die "Melodie des Lebens"
sucht sich selbst
den Weg

© bmh

Donnerstag, 23. Mai 2013

Ausklang



Singe Dir  ein Abendlied.
Ruhig.
Ruhend.
Leise lauschend.

In Dir tönt es wie Gesang,
hüllt Dich ein.
Du selbst bist Klang.

DU, geliebtes ICH
hüllst mich
in Deine Liebe ein.

Die Schranken offen,
lass ich mich zum
Sternentanzen ein.

Licht durchbricht
gedachte Hülle,
strahlt in nie
gekannter Fülle. 

© Barbara Hauser, 23.05.2013